Neu bei Rietze: Der Solaris Urbino hydrogen, der die zweite Tür vorbildgerecht nachbildet. Foto: Schreiber
Mit der Auslieferung 09/26 liefert Rietze eine Formneuheit aus: Beim neuen Solaris Urbino hydrogen muss man allerdings genauer hinsehen. Denn der Linienbus selbst ist im Programm der Altdorfer längst ein guter Bekannter! Es ist die sprichwörtliche Liebe zum Detail beziehungsweise die Vorbildtreue, die beim Rurtalbus (Art.-Nr. 77020) umgesetzt wurde. Solaris hat bei der vierten Generation der Urbino-Baureihe die zweite Tür deutlich weiter nach vorne verlegt. Die Corporate Identity des Rurtalbus und die Lackierung des Wagens 314 lassen die Formneuheit auf den ersten Blick nicht sofort erkennen. Doch der Unterschied ist vorhanden: Beim Urbino 12 der vierten Generation liegt die zweite Tür ungefähr zwischen Vorder- und Hinterachse.
Mit der vierten Urbino-Generation wurde die Karosserie grundlegend überarbeitet. Interessanterweise weist der polnische Hersteller seine Kunden darauf hin, dass bei der neuen Generation alternativ auch eine weiter hinten liegende zweite Tür möglich ist. Die Verlagerung nach vorne beziehungsweise näher an die Vorderachse erfolgte bei der neuen Urbino-Generation bewusst: Als Gründe für die alternative Türposition nennt Solaris unter anderem einen besseren Fahrgastfluss sowie neue Innenraumkonzepte. Der aktuelle Urbino 12 hydrogen basiert konstruktiv auf dem Urbino 12 Electric der vierten Generation. Der Elektroantrieb brachte dabei einen wichtigen konstruktiven Vorteil mit sich:
Einen klassischen Motorturm im Heck gibt es nicht. Bei der aktuellen modularen Electric-Generation werden die Antriebskomponenten auf dem Dach untergebracht, wodurch sich der Innenraum besser ausnutzen lässt. Der Urbino hydrogen übernimmt auch dieses grundlegende Layout. Der eigentliche Grund für die auf den ersten Blick ungewöhnliche Optik ist somit die neue Urbino-Plattform. Solaris gibt für den Urbino 12 hydrogen unter anderem eine Türanordnung von 2-2-2 an; die Rollstuhlrampe befindet sich an der zweiten Tür, sie ist wahlweise manuell oder elektrisch ausgeführt. Auch die Wasserstofftanks sitzen beim aktuellen Baumuster auf dem Dach, oberhalb der Vorderachse. (Solaris/Rietze/PM/Sr)
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