Heero Motors hat einen 137 kWh Akku in einem barrierefreien E-Minibus der Klasse M3 realisiert… Foto: omnibus.news
Wie wurde das „Problem“ gelöst? Heero Motors gewährt auf der Bus2Bus entsprechende Einblicke… Foto: omnibus.news
Ein Paradoxon kannten schon die griechische Hochkultur im Jahre 800 vor Christus. Die Griechen nutzten die Bezeichnung für „unerwartet“ oder „entgegen der Meinung“. Es sei ein Scheinwiderspruch, der überrasche. Nun hat sich Heero Motors dem Niederflur-Paradoxon, 137 kWh Akku in einem barrierefreien E-Minibus der Klasse M3 zu realisieren, erfolgreich angenommen… Die M2- beziehungsweise M3-Fahrzeuge sind im Verständnis der Bürokraten der EU in der Amtssprache die Kraftfahrzeuge, die nach ihrer Bauart und Einrichtung zur Beförderung von mehr als neun Personen (einschließlich Fahrzeugführer) und ihres Reisegepäcks bestimmt sind.
Und um es noch ein bisschen komplexer zu machen: Gemeint sind die Fahrzeuge, die unter die Richtlinen 2007/46/EG (hier für mehr Details klicken) oder die Verordnung (EU) 2018/858 in Verbindung mit 97/27/EG und 2001/85/EG (hier zum Nachlesen klicken) fallen. Auf der Bus2Bus hat Heero Motors als Weltpremiere einen E-Minibus vorgestellt, der eben diese Richtlinien erfüllt und bei dem der barrierefreie Einstieg gesetzt ist! Das sein kein einfacher Entwicklungsschritt gewesen, wie es seitens Heero Motors in Berlin hieß. Warum? Weil eine Batterie dieser Größe klassisch zwischen den Achsen sitzen würde…
Genau dort braucht aber ein Niederflurfahrzeug seinen funktionalen Freiraum und barrierefreien Einstieg. Damit sind wir nun beim Paradoxon und dessen pfiffiger Lösung angekommen… Wie haben die kreativen Ingenieure bei Heero Motors nun diesen scheinbaren Widerspruch auflösen können? Möglich wurde dies durch hohe vertikale Integration, den klaren Fokus auf standardisierte und modulare Lösungen sowie ein Unternehmen, das mit seinem Team, die Entwicklung eines solchen Fahrzeugs ganzheitlich denkt.
Das verbaute Batteriesystem ist in einem innovativen Zwei-Block-Layout achsnah (jeweils im Front- und Heckbereich) platziert, wie in Berlin unter dem auf Hebebühnen präsentierten Mittelniederflur Minibuszur sehen war. Keine Frage, dies sorgt für eine gute Gewichtsverteilung und ein stabiles Fahrverhalten – bei jeder Beladung. Dazu komme dann noch Software als zentraler Anker im Entwicklungsprozess, wie das Heero-Team in Berlin erklärte.
Im Detail wären es digitale Fahrzeugdaten, Predictive Maintenance und die Heero Cloud – alles fleißige Helfer, die die Wirtschaftlichkeit im realen Betrieb verbessern würden, wie Heero Motors anlässlich der Weltpremiere in Berlin mitteilte. Wettbewerber im Segment der Diesel- und Elektro-Minibusse, die auch auf der Bus2Bus ausstellten, erklärten voll des Lobes, dass Heero Motors mit dem Mittelniederflur Minibus die Grenzen des technisch Machbaren in der Minibus-Klasse neu definiert hätten.
Möglich wurde dies nur durch eine konsequente Neukonstruktion des Antriebslayouts. Hier noch Details für Nerds, die der Sache auf den Grund gehen wollen: Das Herzstück ist ein leistungsstarker Dana-Zentralmotor mit 1.200 Nm max. Drehmoment und 180 kW Motorleistung, der strategisch unmittelbar vor der Hinterachse positioniert ist. Diese Platzierung erlaubt den Verzicht auf ein verlustreiches Winkelgetriebe.
Die Kraftübertragung erfolgt damit über eine extrem kurze Kardanwelle, was nicht nur den Wirkungsgrad steigert, sondern auch die mechanische Komplexität reduziert. Das Ergebnis: Ein leiserer, wartungsärmerer und kosteneffizienter Antriebsstrang. Wie alle Modelle verfügt auch der neue Mittelniederflur E-Minibus von Heero Motors serienmäßig über 165 kW DC-Schnellladung. Ein entscheidender Faktor für die 24/7-Umlaufplanung, da Standzeiten auf ein Minimum reduziert werden (20-80% SoC in ca. 35 Min). (HeeroMotors/omnibus.news/Sr)
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