Volvo Buses liefert zusammen mit Gauteng Bus & Coach Centre (GBCC) die ersten in Südafrika aufgebauten Elektrobusse für Lapstadt. Foto: Volvo Buses
Volvo Buses liefert nach eigenen Angaben 38 batterieelektrische BZRLE-Chassis mit Aufbauten von Gauteng Bus & Coach Centre (GBCC) an die Stadt Kapstadt und führt damit die ersten Elektrobusse mit lokal gefertigten Aufbauten in Südafrika ein. GBCC ist ein südafrikanisches Unternehmen für Bus-Aufarbeitung, Karosseriebau und inzwischen auch komplette Busfertigung bzw. Chassis-Aufbau. GBCC sitzt in Robertville bei Johannesburg. Das Unternehmen wurde 2019 gegründet und nahm Anfang 2020 mit zunächst 25 Mitarbeitern die Aufarbeitung von Bussen auf. Nach eigenen Angaben beschäftigt es inzwischen rund 177 Mitarbeiter. Die neuen 38 Elektrobusse für Kapstadt werden im städtischen ÖPNV eingesetzt und unterstützen den Übergang zu einer emissionsfreien Mobilität im öffentlichen Nahverkehr.
„Dies ist ein wegweisendes Projekt, sowohl für Kapstadt als auch für uns. Wir sind sehr stolz darauf, Elektrobusse in der Stadt einzuführen und damit zu zeigen, dass wir uns zu einer nachhaltigen Zukunft bekennen und diese aktiv unterstützen“, sagt Leon Nelson, Direktor von Volvo Buses in Südafrika. Basierend auf der flexiblen BZR-Plattform von Volvo Buses ist der Volvo BZRLE Electric so konzipiert, dass er unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig langfristige Elektrifizierungsstrategien unterstützt. Die Busaufbauten werden lokal in Johannesburg gefertigt. Der Wechsel von Diesel- zu Elektrobussen ist ein bedeutender Schritt, der sorgfältige Planung und Koordination sowie eine enge Zusammenarbeit verschiedener Akteure erfordert. Volvo Buses fungierte während des gesamten Prozesses als strategischer Berater und brachte dabei einen ganzheitlichen Ansatz ein, der lokales und globales Fachwissen kombiniert, um die Infrastrukturplanung und Systemimplementierung zu unterstützen.
In diesem Fall wird die Ladeinfrastruktur von der Stadt Kapstadt verantwortet, während die Busaufbauten lokal bei Gauteng Bus and Coach Centre in Johannesburg gefertigt werden. „Die Auslieferung der ersten Busse ist für 2027 geplant“, sagt Rob Quintas, Stadtrat für urbane Mobilität in Kapstadt. „Wir haben mindestens 38 Busse bestellt, wobei sich diese Zahl je nach Verfügbarkeit von Fördermitteln noch erhöhen kann. Finanziert werden die neuen Busse durch nationale Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr.“ Die Busse zeichnen sich durch ein modernes Außendesign und einen geräumigen Innenraum mit Sitz- und Stehplätzen aus. Die Low-Entry-Konfiguration (Niederflureinstieg) gewährleistet einen bequemen Einstieg und Barrierefreiheit, einschließlich Plätzen für Rollstühle und vorrangigen Sitzplätzen. Die installierte Batteriekapazität ist auf die betrieblichen Anforderungen der Stadt Kapstadt ausgelegt.
Technische Details gab es weder seitens Volvo Buses, noch von GBCC und auch nicht von der Stadt Kapstadt. Volvo Buses bietet das Chassis seit 2024 in unterschiedlichen Varianten an. Die Batterie (Lithium-Ionen/NCA-Chemie) besteht aus modularen Paketen, ein Paket hat eine Kapazität 90 kWh und wiegt 535 kg. Mit Blick auf das flankierende Foto ist es für Kapstadt ein BZRLE 4×2 (wahlweise 9,85–13,13 m lang), in dieser Variante sind dann vier Pakete (360 kWh) oder fünf Pakete (450 kWh) erhältlich. „Dieses Projekt zeigt, wie Elektrifizierung so umgesetzt werden kann, dass lokale Kapazitäten gestärkt, technische Kompetenzen aufgebaut und die Entwicklung eines zukunftsfähigen Ökosystems für den öffentlichen Nahverkehr gefördert werden.“, sagt Manish Sahi, Vice President von Volvo Buses MIAC. (VolvoBuses/GBCC/omnibus.news/Sr)
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