Das Vereinigte Königreich hat europaweit die meisten BEV-Busse >8t neu zugelassen. Foto: AlexanderDennis, Schreiber; Montage: omnibus.news
english text below – Die britische Regierung schüttet im Rahmen des Programms Zero Emission Bus Regional Areas (ZEBRA) weitere 73 Millionen Pfund (ca. 84 Millionen Euro) aus. Damit werden nach Angaben des britischen Departments of Transport 484 lokal emissionsfreie Busse sowie entsprechende Ladeinfrastruktur bezuschusst. Das Programm wurde im Rahmen der britischen Strategie “Bus Back Better” 2021 gestartet. Die erste Förderperiode (ZEBRA 1) lief 2021–2022, eine zweite Runde (ZEBRA 2) wurde im September 2023 gestartet. Das ZEBRA-Programm ist eines von mehreren Instrumenten. Die britische Regierung fördert Elektrobusse schon länger über verschiedene Programme, z. B.: über frühere Förderprogramme vor 2021, ergänzende Finanzierungen durch lokale Behörden und durch zusätzliche Mittel außerhalb der klassischen ZEBRA-Runden.
270 Mio. Pfund (rund 320 Mio. Euro) wurden im Rahmen von ZEBRA 1 für die Einführung von lokal emissionsfreien Bussen und der erforderlichen Infrastruktur bereitgestellt. In seiner Haushaltserklärung bestätigte der britische Finanzminister Rishi Sunak, dass zusätzliche 355 Mio. Pfund (knapp 400 Mio. Euro) für die Einführung von emissionsfreien Bussen zur Verfügung stehen sollen. Auf das erste ZEBRA-Programm folgte die Fortsetzung mit ZEBRA 2. Parallel unterstützt die Regierung seit März 2020 die britische Busindustrie, die finanzielle Mittel sollen sich auf über 2 Milliarden Pfund (umgerechnet 2,34 Milliarden Euro) belaufen. Als die zweite Förderrunde im September 2023 angekündigt wurde, betrug das Budget von 129 Millionen Pfund (153 Mio. Euro).
Dann schüttete die Regierung aber in Summe 143 Millionen Pfund aus. Das sind umgerechnet 16,3 Millionen Euro mehr als zunächst veranschlagt war. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im November 2023 legte die britische Regierung eine erste Zwischenbilanz vor, wonach mit ZEBRA 1 (1.300 Elektrobusse) und 2 (900 Elektrobusse) sowie den flankierenden Maßnahmen in Summe rund 4.200 lokal emissionsfreie Busse bezuschusst wurden. Zu den anderen Maßnahmen zählt beispielsweise das „All-Electric Bus City“-Projekt, hier wurden rund 300 Elektrobusse für Coventry seit 2020 mit 50 Mio. Pfund gefördert. Mit Blick auf das Jahr 2025 und die Neuzulassungen reicht das beim E-Bus-Ranking wieder für Platz 1 in Europa.
Kein Land in Europa setzt lokal emissionsfreies Busfahren so schnell um wie das Vereinigte Königreich. Auch wenn in der Analyse der Neuzulassungen in Europa >8t im Segment der Elektrobusse in Europa seit dem Brexit die Zulassungen auf der Insel eigentlich ganz offiziell nicht mehr mitgezählt werden, für Analysten (siehe European Bus Data der DVV Media Group) lohnt der Blick über den Tellerrand. Denn was dort passiert, lässt Kontinentaleuropäer staunen: Bei den europaweiten Neuzulassungen von Elektrobussen >8t im Jahr 2025 steht das Vereinigte Königreich mit 2.531 Elektrobussen wieder auf dem 1. Platz des Siegertreppchens. Deutschland folgt auf Platz 2 mit 1.537 neuen Elektrobussen, Italien folgt auf Platz 3 mit 1.166 neuen Elektrobussen. (DepartementofTransport/DVVMediaGroup/omnibus.news/PM/Sr)
The United Kingdom has registered the most new BEV buses over 8t in Europe. Photo: Alexander Dennis, Schreiber; Montage: omnibus.news
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