Jeti Industries sieht Chancen für die Elektrobus-Familie namens N1e aus finnischer Produktion. Foto: Jeti Industries
Batterieelektrische Fahrbüchereien von Jeti Industries sind in Finnland weit verbreitet. Foto: Jeti Industries
Jeti Industries ist ein 2012 in Finnland gegründetes Entwicklungsunternehmen, das jetzt mit der schlichten Bezeichnung N1e eine vollständig in Finnland entwickelte E-Bus-Familie präsentiert hat. Aus Finnland mit „Ultra Robust Nordic“-Genen) sollen die vielseitigen Elektrobusse im städtischen Linien- sowie Regionalverkehr zum Einsatz kommen. Vor vier Jahren gab es einen ersten Prototypen, nun soll das finnische Unternehmen Valmet Automotive die Auftragsfertigung bzw. Produktion der N1e-Baureihe übernehmen. Jeti hat bereits einzelne Elektrobusse gefertigt, der erste wurde 2020 in Betrieb genommen. „Die Elektrifizierung des europäischen Busverkehrs schreitet rasant voran, und es besteht ein deutlicher Marktbedarf an in Europa gefertigten Elektrobussen.“, so Niko Andersson, CEO von Jeti Industries.
Die zentrale Entwicklungsabteilung von Jeti Industries befindet sich in Turku, wo das Unternehmen alle wichtigen Software- und Technologielösungen für seine Produkte entwickelt. Die Serienfertigung der N1e-Baureihe mit Fahrzeuglängen von zehn bis 15m soll im Werk in Uusikaupunki starten. Jeti Industries und Valmet Automotive haben dafür nun eine Vorvereinbarung zur Serienproduktion modularer Elektrobusse unterzeichnet. Bei Umsetzung der Vereinbarung würden erstmals in den nordischen Ländern elektrische Stadt- und Regionalbusse in einem modernen Automobilwerk im Rahmen eines Auftragsfertigungsmodells hergestellt.
Valmet Automotive bringt seine umfassende Expertise in der Automobilindustrie und seine etablierten Produktionsprozesse in das Projekt ein. Mit einem erfahrenen Auftragsfertiger könne Jeti Industries die Produktion von Elektrobussen für schnell wachsende Märkte skalieren, so die Idee. Verschärfte EU-Anforderungen an Transparenz in der Lieferkette und Sicherheitsstandards stärkten die Nachfrage nach europäischer Fertigung, so die Finnen. „Wir haben unser Produktkonzept langfristig auf Basis einer modularen Struktur entwickelt, und unsere innovativen technischen Lösungen machen unsere Produkte in wachsenden Märkten sehr wettbewerbsfähig.“, so Niko Andersson.
„Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Automobilproduktion sind Elektrobusse ein logisches Produkt für uns und eine Fortsetzung unserer Expertise in der Produktion von Elektrofahrzeugen.“, so Pasi Rannus, CEO von Valmet Automotive. Die in Finnland gefertigten Elektrobusse hätten einen hohen Anteil an finnischen Komponenten und setzten auf Arbeitskräfte aus Finnland, so die beiden Unternehmen. Neben der Montage würden zahlreiche finnische Zulieferer in die Produktion eingebunden, wodurch die Wertschöpfungskette der Fahrzeugindustrie gestärkt werden würde. Elektrobusse von Jeti Industries sind bereits für den Einsatz in der EU zugelassen. Einzelne Fahrzeuge seien schon seit 2020 im Einsatz, u.a. auch eine BEV-Fahrbücherei.
Mit technischen Details halten sich die Finnen zurück, für die Gefäßgröße 12 bis 15 Meter würden man auf Batterien von 528 bis 620 kWh setzen. Geladen würde mit CCS2 DC mit bis zu 300 kW, wie es auf Nachfrage von omnibus.news seitens Jeti Industries heißt. Rund 550 Kilometer sei man mit einer einzelnen Ladung schon gefahren, die Reichweite könne man als gesichert ansehen. Das Laden sei an verschiedenen Seiten des Fahrzeugs möglich, eine Pantographen-Lösung sei aktuell noch nicht vorgesehen. Weitere Details zum Antrieb wurden aber nicht kommuniziert. Auch das moduare Konzept und weitere Ausstattungsdetails (beispielsweise Heizung/Klimatisierung) wurden nicht weiter spezifiziert. (JetiIndustries/omnibus.news/Sr)
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