E-Gelenkbus ein Erfolg

Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender ESWE Verkehr und
Marion Hebding, Geschäftsführerin ESWE Verkehr am E-Gelenkbus. Foto: ESWEVerkehr

Vor knapp einem Jahr hat die ESWE Verkehrsgesellschaft (das Kürzel Das Kürzel ESWE steht für Es und We, die ausgeschriebene Lautschrift der Buchstaben S und W), welche für Stadtwerke Wiesbaden stehen. Diese Schreibweise wurde 1970 im Rahmen einer Modernisierung eingeführt. Jetzt hat die Verkehrsgesellschaft ihren Fuhrpark um den ersten vollelektrisch angetriebenen Gelenkbus erweitert. Seitdem hat das Fahrzeug mehr als 50.000 Kilometer im Wiesbadener Liniennetz zurückgelegt und im Alltagseinsatz voll überzeugt.

Aufbauend auf den guten Erfahrungen, werde ESWE Verkehr die Flotte um sechs weitere E-Gelenkbusse erweitern, so die Verkehrsgesellschaft. Und: Das Ausschreibungsverfahren laufe bereits. „Der elektrische Gelenkbus hat sich in der anspruchsvollen Wiesbadener Topografie (Insgesamt bietet Wiesbaden eine Mischung aus flachen Abschnitten am Rhein, sanft hügeligen Innenstälern und höheren Wald- bzw. Weinlagen am Stadtrand) sehr gut bewährt, und auch die Mitarbeitenden aus dem Fahrbetrieb zeigen sich hochzufrieden“, zieht Marion Hebding, Geschäftsführerin der ESWE Verkehr, eine durchweg positive Zwischenbilanz.

Und sie ergänzt: „Mit der Ausschreibung sechs weiterer Fahrzeuge gehen wir nun den nächsten Schritt unserer Elektrifizierung.“ Neben dem E-Gelenkbus befinden sich aktuell 118 elektrische Solofahrzeuge im Bestand des Wiesbadener Mobilitätsdienstleisters. Mit den leisen und umweltfreundlichen Elektrobussen bestreitet ESWE Verkehr derzeit rund 44 Prozent der gesamten Verkehrsleistung. Die Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein der Mobilitätswende und trägt zu einem nachhaltigen ÖPNV in der Landeshauptstadt Wiesbaden bei.

„Mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Busflotte übernehmen wir Verantwortung und zeigen, dass wir in Wiesbaden nicht bei Pilotprojekten stehen bleiben, sondern die Verkehrswende im Alltag umsetzen“, betont Andreas Kowol, Aufsichtsratsvorsitzender von ESWE Verkehr. „So führen wir den ÖPNV Schritt für Schritt in eine klimafreundliche Zukunft.“ Die technischen Anforderungen an die neuen Großfahrzeuge orientieren sich am ersten batterieelektrischen Gelenkzug. In der Praxis konnte der Bus im Schnitt rund 250 Kilometer täglich bewältigen, im Sommer kamen durchschnittlich über 320 Kilometer zusammen. Damit erreicht er etwa eine Jahresleistung wie ein Dieselbus.

Eingesetzt wurde ein eCitaro G von Mercedes-Benz (mit Batterien von Akasol, Typ NMC 3, mit einer Kapazität von 686 kWh sowie zwei Radnabenmotoren pro Achse (insgesamt vier Elektromotoren). Anfangs vorwiegend auf innerstädtischen Strecken eingesetzt, wurde der E-Gelenkbus im späteren Verlauf auch in den äußeren Ortsbezirken auf starken Steigungen intensiv erprobt. Fahrzeuge mit größeren Kapazitäten werden in der Regel auf nachfragestarken Linien eingesetzt. Sie spielen im künftigen Fuhrpark und im Rahmen der Liniennetzreform eine wichtige Rolle, wie die Verkehrsgesellschaft erklärt. (ESWE/PM/Sr)

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